Warum ist es so schwer, gut für dich zu sorgen?
Es ist oft leichter, weiterzumachen wie bisher.
Im alten Muster festzustecken.
Zu sagen: «Ich habe keine Zeit.»
Währenddessen leidet die Gesundheit und die Zufriedenheit.
Und wir drehen weiter im Kreis.
Wenn die Krankheit Stopp sagt
Wie oft wünschen wir uns jemanden, der zu uns sagt:
«Stopp. Es ist genug. Ruh dich aus. Ich übernehme das für dich.»
Doch dieser Mensch kommt nicht.
Und so überlassen wir diese Rolle oft der Krankheit.
Sie zwingt uns, Halt zu machen.
Sie bricht in unser Leben ein und sagt,
was wir uns selbst nicht eingestehen:
«So geht es nicht weiter.»
Müssen wir wirklich warten, bis es so weit ist?
Oder können wir lernen, rechtzeitig innezuhalten —
liebevoll, fürsorglich, bevor wir über unsere Grenzen gehen und aus Erschöpfung nicht mehr tun können, was uns Freude macht?

Warum es so schwer ist
Selbstfürsorge bedeutet manchmal, Nein zu sagen.
Nein zur ständigen Erreichbarkeit.
Nein zum Perfektionismus.
Nein zu Erwartungen, die uns überfordern.
Und dieses Nein fällt schwer,
weil wir es gewohnt sind, Ja zu sagen, zu leisten, zu tragen.
Für andere da zu sein — und uns selbst hintanzustellen.
Doch Selbstfürsorge heisst:
den Mut haben, Grenzen zu spüren
und die eigenen Bedürfnisse ernst zu nehmen.
Und das Spüren unserer Grenzen erfordert Achtsamkeit –
die Bereitschaft, innezuhalten, wahrzunehmen,
und uns selbst wirklich zuzuhören.
Verantwortung klären — was gehört wirklich zu mir?
Manchmal tragen wir zu viel.
Wir fühlen uns verantwortlich für das Wohl anderer, für Harmonie, für das Gelingen von allem.
Und merken nicht, wie schwer das auf unseren Schultern — und auf unserem Herzen — lastet.
Doch nicht alles, was wir tragen, gehört wirklich zu uns.
Es lohnt sich, achtsam hinzuschauen:
- Bin ich wirklich verantwortlich?
- Ist das wirklich meine Aufgabe?
- Oder darf ich etwas abgeben, mich entlasten, loslassen?
Jeder erwachsene Mensch ist letztlich für sich selbst verantwortlich.
Wir dürfen anderen zutrauen, ihren Weg zu gehen.
Und wir dürfen lernen, die eigenen Grenzen zu achten —
statt immer noch ein Stück mehr zu tragen.
Gegen Überlastung hilft Entlastung.
Selbstfürsorge bedeutet auch: Verantwortung teilen und abgeben dürfen.
Energiefresser loslassen — Kraftquellen finden
Oft meinen wir: «Ich habe keine Zeit.»
Doch wenn wir ehrlich hinschauen,
füllen wir viele Momente mit Tätigkeiten, die uns nicht wirklich guttun.
Reflexionsfrage:
Welche Tätigkeiten sind deine Energiefresser?
- Endloses Scrollen am Handy?
- Arbeit und Perfektionismus?
- Kontakte, die Kraft rauben?
- Grübeln ohne Ende?
- Essen oder Shopping?
Es ist heilsam, diese Energiefresser zu erkennen —
und Schritt für Schritt loszulassen.
Denn so entsteht Raum für das,
was dich wirklich nährt.
Inspirationen für Selbstfürsorge im Alltag
Manchmal reichen schon fünf Minuten, um aufzutanken:
- Hinlegen und nichts tun — den Körper spüren, die Augen schliessen.
- Journaling — drei Dinge notieren, die dir heute gelungen sind oder für die du dankbar bist.
- Kreativer Moment — intuitiv ein Muster kritzeln oder mit ein paar Farbstiften etwas ausmalen.
- Achtsamkeit — drinnen oder draussen. Nutze dazu meine Web-App mit angeleiteten Übungen.
- Ritual — eine Tasse Tee oder Kaffee ganz in Ruhe trinken.
- Plane Dinge, die dir guttun und dein Herz erfreuen — bewusst Zeit einplanen für das, was dich nährt.
Es geht nicht darum, perfekt zu sein.
Es geht darum, dir selbst kleine Inseln zu schenken —
immer wieder.
Deine Lebenszeit gehört dir
Das Entscheidende ist:
Deine Lebenszeit gehört dir.
Und das vergessen wir manchmal.
Du trägst die Verantwortung für dein Leben.
Du darfst entscheiden.
Du darfst dir erlauben, gut für dich zu sorgen.
Damit meine ich nicht, dass wir Gesundheit und Krankheit vollständig in der Hand hätten
oder für jede Krankheit selbst verantwortlich wären.
Aber wir können unseren Teil beitragen,
indem wir uns selbst wichtig nehmen
und gut für uns sorgen — jeden Tag ein Stück mehr.
Warte nicht, bis die Krankheit für dich Stopp sagt.
Sag es dir selbst — rechtzeitig.
Darum ist es so wichtig, immer wieder Selbstfürsorge zu lernen — Schritt für Schritt und im Alltag verankert.
Ich begleite dich gerne dabei.
Möchtest du lernen, wie Selbstfürsorge im Alltag leicht werden kann?
Ich begleite dich gerne in meinen Kursen und Workshops — liebevoll, achtsam und ganz in deinem Tempo.
Sandra Baumann, Gestaltungs- und Maltherapeutin sowie Achtsamkeitstrainerin in der Natur
1. Oktober 2025
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